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Ein neues Bauprojekt
#1 Ein neues Bauprojekt

Ich habe mir ein neues Projekt zugelegt.
Meine Tochter könnte einen 50er Roller brauchen. Sowohl sie als auch ich können/wollen aber keinen „teuren“ gebrauchten kaufen.
Neulich im Cafe Hubraum einen Bekannten getroffen. I
„Ich muß eine Garage räumen, habe da noch nen 50er Piaggio Typhoon herumzustehen. Der Vorbesitzer hat nen Kolbenfresser produziert und sich mit dem Teil auf die Nase gelegt. DER wollte ihn wegwerfen. Ich fand ihn dafür zu schade und hab ihn mitgenommen. Den neuen Zylinder und Kolben hab ich schon, bin aber nicht zum schrauben gekommen. Wenn Du willst kannst Du alles für 50€ haben.“
Heute hab ich mit geborgtem Motorradtransporthänger nen kleinen Ausflug nach Wuppertal gemacht.
Jetzt steht in der Tiefgarage mein neues Bastelprojekt. EZ 2002, 17500 Km auf der Uhr.
Werde das erste mal was am Motor arbeiten. Laerning by doing. Habe mir im Vorfeld schon einige Tutorial auf YouTube angesehen.
Wenn ich den zum Laufen bekomme stehen etliche Reparaturarbeiten an der Karosserie an.
Wenn alles klappt braucht er noch neue Reifen.
Werde das ganze ganz in Ruhe angehen und schauen wie weit ich komme.
Finde das finanzielle Risiko nicht so groß, ggf., falls es nicht klappt kann ich immer noch einzelne Teile verkaufen und bekomme meine Investition wieder raus.
Wird wohl einige Wochen dauern, mich hetzt ja keiner.
Werde hier über den Fortgang und ggf. Erfolg oder Misserfolg berichten….
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Hallo Sebastian
Du schaffst das sicher.🛵

#4 RE: Ein neues Bauprojekt

Habe denn heute mal angefangen.
Da zunächst das Wetter regnerisch ist starte ich die Aktion in der Tiefgarage.
Zunächst mal ne genauere Bestandsaufnahme des äußeren Zustandes.
Div. Risse/Brüche/Kratzer in der Karosse, die sich dann beim auseinandernehmen noch als umfangreicher als auf Anhieb zu sehen herausstellen werden.

Das erste mal die Bank aufgemacht. Darunter finden sich noch einige unerwartete Teile. Eine Dose Zweitaktöl, ein Felgenschloss, die Batteriefachabdeckung, einiges an Werkzeug und etliche Zündkerzen sowie viele Plastiktüten.
Ein Blick auf das Batteriefach lässt Zweifel aufkommen ob diese Batterie noch mal aufzuladen ist.

Dafür ist die Bank selber noch in gutem Zustand und wird gleich einmal abgebaut.

Weiter geht es mit der Demontage von allem, was so an abnehmbaren Teilen vorhanden ist. Erstaunlicherweise lassen sich – mit einer Ausnahme – alle Schrauben ohne größere Probleme lösen und abschrauben.
Unten im Helmfach ist eine Motorabdeckplatte. Geht ganz einfach raus.

Als nächstes verlässt der Gepäckträger seinen Platz.
Auch die Heckabdeckklappe ist scnell demontiert (ein unbeschädigtes Karosserieteil!!)

Das Wetter hat sich gebessert, ich wechsele samt Roller auf einen Parkplatz an der Straße. Bessere Lichtverhltnisse, mehr Platz und jederzeit die Möglichkeit, zwischendurch mal ein Rauchopfer darzubringen…
Das spannende, wenn man an einem „neuen“ Roller schraubt, ist es immer wieder heraus zu bekommen, was wo verschraubt ist. Bei diesem Roller ist das relativ übersichlich, zumal ich ein /englischer) Werkstatthandbuch als PDF gefunden habe. Das behauptet, man könne das Helmfach nach lösen von drei Schrauben herausnehmen. Pustekuchen. Also widme ich mich erstmal einem anderen Bereich. Als nächstes müssen die Spiegel und die vorder Cocpitblende ihren angestammten Platz verlassen. Der linke Spiegel sträbt sich, weil ich die Nuss zum lösen der Haltemutter nicht ansetzen kann. Da ist irgendwas im Weg. Nachdem ich die Lenkerverkleidung gelöst und nach oben weggeklappt habe kann ich die Mutter mit einem Schraubenschlüssel lösen.
Natürlich weist auch die Lenkerverkleidung einen Riss auf, der vorher nicht zu sehen war.
Als nächstes verlässt die Frontverkleidung ihren angestammten Platz. Das geht nach dem lösen der Halteschrauben besonders leicht, da im unteren Bereich auf beiden Seiten ein Flächiger Bereich abgebrochen ist, der vorerst noch am Roller hängen bleibt. Später kann ich die beiden Teile auch abbauen und sicherstellen.

Den Riss an der Nase hatte ich vorher schon gesehen.
Jetzt verlässt auch die vordere innere Verkleidung ihren Platz. Auch an dieser werden, fall ich den Motor zum laufen bringe, einige Flickarbeiten anfallen.
Als nächstes ist die vorder Sitzbankabdeckung dran. Sie lässt sich offenbar unbeschädigt abbauen.

Als nächstes widme ich mich der rechten und linken Seitenverkleidung. Die Rechte scheint bis auf ein paar äußerliche Kratzer intakt zu sein, die Linke ist dann eher „Stückwerk“…
Jetzt, wo alles außenherum abgebaut ist kann ich mich auch dem Helmfach widmen. Dazu baue ich zunächst die Batterie aus, löse noch die eine oder ander Schrauben und kann schließlich auch das Helmfach abnehmen.
Das hintere Schutzblech leistet keinen Wiederstand und lässt sich problemlos und unbeschädigt abnehmen.
Jetzt sind nurnoch das Trittbrett und die untere Verkleidung übrig. Und hier greift jetzt die Ausnahme der bisherigen Regel. 3 Schrauben habe ich gut entfernt bekommen, eine dreht sich zwar, löst sich aber nicht. Die sitz an einer Stelle, an der ich mit viel verrenken gerade so von unten tasten kann. Was ich auch versuche (Mit Schraubendreher unter nen Kopf hebeln, Das Trittbrett nach oben ziehen, von unten mit eien Metallstück gegendrücken), ich bekommen sie nicht heraus!

Schließlich von einem netten Nachbarn etwas Strom bekommen und den Schraubenkopf mit dem Dremel weggeschliffen. Jetzt kann ich das Trittbrett und die untere Verkleidung abnehmen und sehe auch, warum die Schraube nicht herausging. Die saß in einer Blechmutter, von der das eigentliche Gewinder weggerottet war. Deshalb drehte sie sich, aber ohne Gewinde kam sie halt nicht heraus.

So habe ich jetzt also etwa 3 Stunden lang mein Rennerle entkleidet. So einiges an Teilen liegt jetzt bereit um im Keller so lange zwischengelagert zu werden bis ich weiß, ob der Motor zu reanimiern ist. Wenn ja steckt noch viel Arbeit darin die Karosse wieder in benutzbaren Zustand zu versetzen. Beim Frontschild were ich dann ggf mal schauen, ob ich ein intaktes gebrauchtes zu einem vernünftigen Kurs erwerben kann. Das macht ggf. mehr Sinn als viel Flickschusterei….

Mein Rennerle steht jetzt ziemlich nackig da und wandert erstmal wieder in die Tiefgarage.

Wenn ich wieder mal Zeit habe werde ich mir mal ansehen, wie das mit dem Zylinder/Kolben tauschen so geht.
To be continued…….
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#6 RE: Ein neues Bauprojekt

Habe heute von einem Mitglied des Burgmanforums zwei Werkstatthandbücher geschickt nekommen.
Darin sind alle Arbeitsschritte, die ich im Laufe der Wiederbelebung brauchen werde gut und ausführlich erklärt.
Damit steigt die Wahrscheinlichkeit einer Reanimation des Typhoons um ein vielfaches!
Ich bin begeistert!!!


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Grins...
Übermaßkolben
Stephan

#9 RE: Ein neues Bauprojekt

#10 RE: Ein neues Bauprojekt

Im Moment geht es nur sehr entspannt vorwärts.
Ich habe beschlossen, bevor ich den Motor aufmache schaue ich erstmal nach dem Vario-Bereich und der Ölpumpe, die hinter der Vario sitzt.
Dazu benötige ich ein spezielles Blockierwekzeug,( Werbung: https://www.ebay.de/itm/365571940633 ) welches zu mir unterwegs ist.
Außerdem ist vorher gründliches Saubermachen angesagt, was ich nicht in der Tiefgagage machen möchte, und was halbwegs brauchbares Wetter voraussetzt um draußen arbeiten zu können. Und die Zeit/Lust das anzugehen.
Dafür hat mir heute ein netter Nachbar seinen Reifen-Luftdruck-Kompressor geborgt.

Mit Luftdruck in den Reifen lässt sich das Teil leichter bewegen....
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Hallo Sebastian,
dein unermüdlicher Einsatz in Ehren,
aber sollte hier nicht das Herzstück, der Motor, am wichtigsten sein?
Wenn dabei ggf. der Aufwand zu groß wird, ist der Rest doch vergebene Müh'.
#12 RE: Ein neues Bauprojekt

Das schon.
Aber wenn der wirklich einen Fresser hatte - bei vollem Öltank - will ich erstmal nach der Ölpumpe sehen...
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Zitat von Stormy.monday im Beitrag #4
Wenn ich wieder mal Zeit habe werde ich mir mal ansehen, wie das mit dem Zylinder/Kolben tauschen so geht.
Zitat von wrangler im Beitrag #11
dein unermüdlicher Einsatz in Ehren,
aber sollte hier nicht das Herzstück, der Motor, am wichtigsten sein?
Moin Sebastian, wie du selbst geschrieben hast und auch Wrangler:
Schau dir vorrangig den Motor an.
Weil, wenn der nix mehr ist bzw. nur mit viel Aufwand zum Laufen zu bringen ist, solltest du überlegen,
ob du dir einen anderen besorgst oder welcher Schrotthändler am schnellsten zu erreichen ist.
Ohne Motor ist "alles nix" !
Franz
#15 RE: Ein neues Bauprojekt

Zitat von Carsten_ im Beitrag #13
Normaler weise gibt es eine Warnleuchte, bei fast leerem Öltank!
Oder Tank war Leer = Kontrollbierne Defekt? Oder Kontrollleuchte Ignoriert! = Kolbenfresser (fast) Ölaufgefüllt!
Wie es war, weiß nur der Kolben!
Wie schon geschrieben: Öltank ist voll!
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Der Zylinder, sollte Nikasil beschichtet sein, das heißt nicht unbedingt ein Aus, bei einem Klemmer, besteht die Hoffnung das der Zylinder, keine tiefen Riefen an den Wänden hat. Wenn der Kolbenring nicht zerbröselt ist, also keine Metallteile ins Kurbelgehäuse gefallen sind, würde ich es einfach mal mit nur einem neuen Kolben, plus Ring versuchen. Falls die Pumpe zuviel Öl beigibt, kann das auch einen Klemmer verursachen. Wenn man glaubt das es an der Pumpe lag, kann man natürlich auch die entsprechende Menge 2T Öl direkt mit in den Tank geben, würde es mit 1 zu 50 probieren.
Einen defekten Zylinder kann man natürlich auch hohnen lassen, Kolben gibt es sicher auch von Mahle
Um den Roller schneller zu machen, kann man für schärfere Steuerzeiten, auch ein Kleeblatt oben in den Kolben feilen, wenn man sowieso alles auseinander hat. Eine Feil Schablone findet man bestimmt in einem Piaggio Forum.
Vielleicht sich bei FB in einer italienischen Gruppe anmelden
#18 RE: Ein neues Bauprojekt

Heute habe ich den Typhoon wieder aus der Tiefgarage gerollt und weiter daran gearbeitet.
Zunächst war saubermachen angesagt, was ich mit Bremsenreiniger und Spüliwasser erledigt habe. Div, Anrostungen am Rahmen, alles Oberflächen Rost, habe ich schon mal mit einer Drahtbürste bearbeitet.
Als nächstes habe ich mixh um den Variobereich gekümmert um Zugang zur Ölpumpe zu bekommen. Nach lösen von 15 Schrauben, was erstaunlich problemlos ging, wollte der Variodeckel zunächst seinen Platz nicht räumen. Lufi-Gehäuse aufgeschraubt damit ich mit dem Gummihammer besser heran kam. Mit leichtem Nachdruck habe ich den Variodeckel dann doch zum Nachgeben überreden können.
Sogleich zeigte sich der Kickstarterantrieb äußerst entgegenkommend. 
Um die äußere Varioscheibe abnehmen zu können braucht es ein spezielles Blockierwerkzeug, welches ich mir vorab besogt hatte. Dieses wird mit 2 Schrauben in den Gewindebuchsen des Variogehäuses verschrabt. Das ging nur mit jeweils 2 Unterlegscheiben unter dem Werkzeug, da es sonst nicht sicher in die Zähne der äußeren Riemenscheibe eingegriffen hätte.
Nach lösen der Variomutter konnte ich die äußere Scheibe samt Lüfterrad und Unerlegscheibe/Kickstartermitnehmer abnehmen.

Riemen abgezogen, Vario abgezogen. S folgt die Begutachtung:
Beide Varioscheiben sind in der Mitte mit einem Belag versehen den man vermutlich entfernen könnte ( Holzschaber und feines Schmirgelpapier). Die hinteren Kupplungsscheiben sind von innen rau (angerostet?). Vielleicht läuft sich das im Gebrauch wieder ein, ähnlich wie angerostete Bremsscheiben wieder frei werden. Der Varioriemen ist erneuerungsbedürftig, die Rollen sind (unterschiedlich stark) abgeplattet.
Jetzt kann ich den Ölpumpenantriebsriemen sehen. Er ist vorkanden, also nicht gerissen, und macht einen passablen Eindruck. Die Pumpe selbst scheint – so der äußerliche Eindruck, in Ordnung zu sein, kein nennenswerter Ölaustritt, nur der übliche Variodreck zu sehen.
Also widme ich mich jetzt dem eigentlichen Problemfeld, dem Motorinneren.
Dazu entferne ich zunächst die Zündkerze. Was für ein Riesentrumm im Vergleich zu den bisher gewohnten Rollerzündkerzen.
Dann schraube ich die Kappe auf dem Zylinderkopf ab, wobei ich 2 Klipse lösen muß, die die Ölleitung an der Kappe fixieren.
Beim Abnehmen der Kappe stelle ich fest, das daran ein Schlauch hängt der grob in Richtung Vergaser geht, ohne das ich dafür am Vergaser einen Entsprechung oder einen Anschluß fände….
Im nächsten Schritt löse ich die 4 Zylinderkopfschrauben, was wieder erstaunlich problemlos geht. Sie lösen sich ganz leicht. Einmal ganz leicht mit der Hand an den Zylinderkopf geklopft, schon wackelt er und lässt sich hanz leicht abnehmen.
Zum Testen drehe ich mal am Lüfterrad der Lima, und siehe da, der Kolben bewegt sich hoch und runter! Also wohl docj kein Kolbenfresser. In der Bewegung schiebt er mir gleich den Zylinder entgegen, den ich folgerichtig gleich über die Stehbolzen nach oben abziehe.

Da ich das erste mal selber einen Motor aufgemacht habe fehlt es mir an Erfahrung um den Zustand beurteilen zu können.
Im Zylinder befand sich ein wenig Flüssigkeit. Habe zu spät daran gedacht zu überprüfen ob Benzin oder Wasser… Hat mich jedenfalls gewundert.
Das das Teil Ruß- und Abbrandablagerungen hat ist nach rund 17000 Km Laufleistung wahrscheinlich eher normal. Ich hatte schlimmeres erwartete. Das das Kolbenhemd über, und vor allem Unterhalb der Kolbenringe ölig-schwarze Ablagerungen hat vielleicht eher nicht.
Ich habe weder am Kolben, noch an der Zylinderwnd mit bloßem Auge erkennbare irgendwelche Riefem oder Beschädigungen sehen können.

Also werfe ich jetzt mal den Kolben ausbauen. In den oberen Totpunkt gedreht, Kolbenbolzensicherungsring auf einer Seite entfernt. Jetzt also den Bolzen von der anderen Seite durchdrücken… Nichts bewegt sich! Dafür stelle ich bei der Gelegenheit fest das sich der Kolben nur ruckartig auf den Bolzen drehen lässt. Auch leichter Nachdruck mit einem Schraubendreher vertreibt den Bolzen nicht von seinem Platz. Also entferne ich auch den Sichrungsring auf der anderen Seite, vielleicht geht es in die Richtung ja besser… Nein, geht auch nicht. Jetzt hab ich ja den neuen Kolben (bei dem sich der Kolbenbolzem leicht schieben lässt) und kann daran die passende Stärke eines Inbusschlüssels ausprobieren. Mit ebendiesem und leichten Schlägen mit dem Gummihammer lässt sich der Bolzen jetzt unter Zuhilfenahme von WD40 austreiben.
Jetzt bin ich gespannt auf das Kolbenbolzenlager. Es lässt sich mit einem Finger aus dem Pleuelloch herausschieben. Es ist verrostet! Ich versuche noch, es mit Bremsenreiniger zu spülen und mit Universlfett zu schmieren – vergebene Liebesmühe.

Jetzt habe ich also den Roller soweit gestrippt wie ich es wollte, um den Zustand beurteilen zu können.
Resume: Das Kolbenbolzenlage muß neu, Der Varioriemen und die Rollen müssen neu. Den Ölpumpenriemen sollte ich vorsichtshalber auch gleich tauschen. Ob die Pumpe dann wirklich geht??? Neue Reifen braucht er. Wenn das Kolbenbolzenlager schon so schlimm aussieht und im Zylinder Flüssigkeit stand (Wasser???), wer weiß, wie der Rest des Motors von innen aussieht.
Will ich also weiteres Geld investieren in der Hoffnung, das dann alles wieder funktioniert?
Eher nicht.
Also werde ich meine Wiederbelebungsaktion hier beenden. Wenn ich wieder Zeit und Muße habe werde ich alle noch brauchbaren Teile abbauen und versuchen, diese, sowie den neuen Zylinder und Kolben zu verkeufen, um meine Investition wieder herein zu bekommen.
Schade, ich hätte den Roller gerne wieder aufgebaut, aber das Risiko, jetzt Geld in eine Totgeburt zu investieren ist mir zu hoch.
Spaß hab ich trotzdem gehabt und wieder dazugelernt.
Mein besonderer Dank gilt dem BurgmAndy aus dem Burgmanforum für die spontane Zurverfügungstellung der Handbücher, die mir das Schrauben einfacher und übersichtlicher gemacht haben.
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Schade Sebastian
hätte es dir gewünscht
den Roller wieder
zu Reanimieren.

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